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B2B-Vertrieb

B2B-Vertrieb: Psychologie im Buying Center verstehen

Im B2B entscheidet kein Einzelner, sondern ein Gremium. So überzeugst Du das ganze Buying Center.

Auf den Punkt: Im B2B-Vertrieb verkaufst Du selten an eine Person, sondern an ein Buying Center mit mehreren Rollen. Erfolg heißt, jede Rolle motivgerecht anzusprechen und Deinen Ansprechpartner zu befähigen, intern für Dich zu argumentieren. Auch B2B-Entscheider handeln emotional.

Im B2B verkaufst Du selten an eine Person. Du verkaufst an ein Gremium – mit unterschiedlichen Rollen, Interessen und Ängsten. Der eine will Ergebnisse, der andere Sicherheit, der Dritte fürchtet den Fehlkauf. Wer nur seinen Ansprechpartner überzeugt, scheitert oft an den anderen.

B2B-Vertrieb ist angewandte Verkaufspsychologie im Mehrpersonen-Kontext. Auch hier entscheiden Menschen, keine Firmen – nur eben mehrere gleichzeitig. Hier lernst Du, wie Du das Buying Center verstehst und überzeugst.

Warum B2B-Vertrieb anders funktioniert

Im B2B sind die Entscheidungswege länger, mehrere Personen beteiligt und die Risiken höher. Ein Fehlkauf kann Karrieren kosten. Deshalb spielen Sicherheit, Beweise und interne Absicherung eine größere Rolle als im impulsiveren B2C. Gerade wegen dieser langen Zyklen braucht es viele konsistente Kontaktpunkte, bis Vertrauen entsteht – warum die vielzitierte 7-Kontaktpunkte-Regel dabei ein Mythos ist, liest Du hier. Trotzdem entscheiden am Ende Menschen mit Motiven und Emotionen.

Das Buying Center und seine Rollen

Im Buying Center gibt es typische Rollen:

  • Entscheider: trifft die finale Wahl.
  • Anwender: arbeitet später mit der Lösung.
  • Einkäufer: achtet auf Konditionen und Prozess.
  • Beeinflusser: Experten, deren Meinung zählt.
  • Gatekeeper: steuert den Zugang zu Informationen und Personen.

Wer diese Rollen kennt, adressiert die richtigen Argumente an die richtige Person.

Die Psychologie der Entscheider

Jede Rolle hat andere Motive und Ängste: Der Entscheider will Erfolg und keinen Fehlkauf, der Anwender will Erleichterung, der Einkäufer will Konditionen, der Experte will fachliche Qualität. Auch hier hilft das Denken in Motiven – basierend auf dem Motivkompass©: Ergebnis, Sicherheit, Leichtigkeit oder Harmonie, je nach Person.

Willst Du im B2B das ganze Gremium überzeugen?

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Deinen Ansprechpartner zum internen Verkäufer machen

Oft bist Du bei der finalen Entscheidung nicht im Raum. Deshalb ist Deine wichtigste Aufgabe, Deinen Ansprechpartner (Champion) zu befähigen, intern für Dich zu argumentieren. Gib ihm klare Argumente, Beweise und Antworten auf die Fragen, die seine Kollegen stellen werden – mit den richtigen Verhandlungstechniken des FBI als Grundlage.

Emotion und Rationalität im B2B

Ein Mythos besagt, B2B sei rein rational. Falsch. Auch B2B-Entscheider handeln emotional und rechtfertigen dann rational. Vertrauen, Sicherheit und beruflicher Status spielen eine große Rolle. Der Schlüssel: Emotion aufbauen, rationale Argumente zur Absicherung liefern.

Die Rollen im Buying Center – und wie Du sie gewinnst

RolleWas sie wirklich willSo sprichst Du sie an
Entscheider (C-Level)Ergebnis, Risiko im Griff, gut dastehenBusiness Case in 3 Sätzen, Referenzen
AnwenderWeniger Aufwand im AlltagZeigen, wie Arbeit leichter wird
EinkäuferBudget einhalten, guten Deal vorweisenVerhandelbare Nebenpunkte anbieten
Fach-BeeinflusserFachlich richtige Wahl treffenTiefe liefern: Daten, Vergleich
GatekeeperDen Chef vor Zeitfressern schützenRespekt + klarer Nutzen in 1 Satz

Der wichtigste Hebel: Dein Ansprechpartner verkauft intern für Dich weiter – meist ohne Dich im Raum. Gib ihm deshalb fertige Munition mit: eine Folie, drei Kernargumente, eine Zahl. Wer seinem Champion das interne Verkaufen leicht macht, gewinnt das Buying Center – wichtig auch bei ein Verkaufsgespräch souverän führen.

Häufige Fehler im B2B-Vertrieb

  • Nur den Ansprechpartner überzeugen, nicht das Gremium.
  • Rollen und ihre Motive ignorieren.
  • Rein rational argumentieren, Emotion vergessen.
  • Den Champion nicht mit Argumenten ausstatten.
  • Zu früh auf Preis statt auf Wert und Sicherheit setzen.
★★★★★4,7 von 5 Sternen aus über 550 Bewertungen – von Selbstständigen bis zu Fach- und Führungskräften aus Konzernen wie Allianz und Accenture.

Häufige Fragen zur B2B-Vertriebspsychologie

Überzeug das ganze Gremium, nicht nur eine Person.

Fragen geklärt? Dann lass uns aus Wissen Können machen. Im kostenfreien Online-Kurs lernst Du, wie Du im B2B das Buying Center verstehst und überzeugst.

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Über den Autor

Matthias Christian Bullmahn

Matthias Christian Bullmahn unterstützt Coaches, Berater, Agenturen, Selbstständige und KMUs dabei, sich als unverwechselbare Marke zu positionieren, ihre Preise selbstbewusst durchzusetzen und Premium-Wunschkunden zu gewinnen, die bleiben. Seine Überzeugung: Menschen kaufen von Menschen – nicht von Angeboten. Dafür verbindet er wissenschaftlich fundierte Verkaufspsychologie mit Storytelling und Verhandlungstechniken, die in der Praxis wirklich funktionieren.

Matthias Christian Bullmahn ist TÜV-zertifizierter Experte für Verkaufspsychologie, ausgebildet bei Matthias Niggehoff, einem der bekanntesten – auch aus dem Fernsehen bekannten – Verkaufspsychologen im deutschsprachigen Raum. Er ist zudem CEBN®-zertifizierter Verhandler, zertifiziert bei Andreas Winheller, und zertifizierter Storytelling-Coach.

Seine ersten Berührungspunkte mit professionellem Verhandeln sammelte er bei Scotwork (weltweit ältester Verhandlungsspezialist, seit 1975). Anschließend bildete er sich konsequent zum Verhandlungsexperten weiter bei Andreas Winheller (ausgebildet am Harvard Program on Negotiation, PON), dessen Ansatz konsequent wissenschaftlich fundiert ist.

In einem gemeinsamen Training von Andreas Winheller und dem ehemaligen FBI-Chefverhandler Gary Noesner wurde er persönlich im FBI-Crisis-Negotiation-Konzept geschult. Sein Wissen vertiefte er in einem Seminar bei Nicky Perfect (ehemalige stellvertretende Leiterin der Hostage & Crisis Negotiation Unit von New Scotland Yard) sowie auf Workshops und Vorträgen auf der Negoticon in Prag. In seiner Laufbahn hat er Verträge mit zweistelligen Millionenbudgets verhandelt.

Storytelling lernte er bei Bernhard Kalhammer und Grimme-Preisträger Uwe von Grafenstein (Programm „Geschichten, die verkaufen“) – nach dem Prinzip der Heldenreise, das auch Hollywood und Disney nutzen. Für die motivorientierte Kundenansprache nutzt er den wissenschaftlich fundierten Motivkompass© von Dirk Eilert; bei Eilert ist er zudem in Mimikresonanz® ausgebildet, dem präzisen Lesen von Mimik und Emotionen.

Über 10.000 trainierte Personen aus Konzernen, Behörden, dem Mittelstand und der Selbstständigkeit sowie seine Tätigkeit als Co-Autor des Springer-Gabler-Verlags unterstreichen seine langjährige Praxiserfahrung. In seinem Podcast „psychologie, die verkauft“ vermittelt er praxisnahes Wissen zu Verkaufspsychologie, Storytelling und Verhandlungsführung. Weitere Informationen unter www.matthiasbullmahn.de/presse.

Matthias Christian Bullmahn steht für Interviews, Expertenstatements und Hintergrundgespräche zu den Themen Verkaufspsychologie, Verhandlungsführung und Unternehmenskommunikation zur Verfügung.

Pressekontakt

Matthias Christian Bullmahnpresse@bullmahnconsulting.de+49 162 3786 024www.matthiasbullmahn.de/presse