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Preispsychologie

Der Ankereffekt: So steuerst Du die Preiswahrnehmung Deiner Kunden

Der erste Preis prägt alles danach. Lerne, wie Du Anker richtig setzt und mehr verdienst.

Auf den Punkt: Der Ankereffekt beschreibt, dass die erste genannte Zahl alle folgenden Bewertungen prägt. Zeigst Du zuerst ein teures Angebot, wirkt alles danach günstiger. Wer in der Verhandlung den ersten Anker setzt, bestimmt den Rahmen.

Die erste Zahl, die Dein Kunde hört, entscheidet, wie er alles danach bewertet. Nennst Du zuerst 10.000 Euro, wirken 6.000 wie ein Schnäppchen. Nennst Du zuerst 3.000, wirken dieselben 6.000 teuer. Gleiches Angebot, völlig andere Wahrnehmung.

Das ist der Ankereffekt – einer der stärksten Hebel der Preispsychologie und der Verkaufspsychologie insgesamt. Und die meisten Selbstständigen überlassen ihn dem Kunden, statt ihn selbst zu setzen. Hier lernst Du, wie Du den Anker gezielt nutzt.

Was der Ankereffekt ist

Der Ankereffekt ist ein psychologisches Phänomen: Menschen orientieren sich bei Schätzungen und Bewertungen stark an der ersten Zahl, die sie hören – dem Anker. Alles Folgende wird im Verhältnis zu diesem Anker beurteilt, selbst wenn er willkürlich ist.

Warum der erste Preis alles prägt

Unser Gehirn braucht einen Bezugspunkt, um Werte einzuordnen. Fehlt ein objektiver Maßstab, nimmt es den erstbesten – den Anker. Deshalb entscheidet nicht der absolute Preis, sondern die Relation zum Anker, wie teuer oder günstig etwas wirkt – wichtig auch bei höhere Preise selbstbewusst halten und Preispsychologie.

Anker richtig setzen: die Strategien

  • Hoch ankern: Zeig zuerst die teuerste Variante.
  • Wert-Anker: Nenne zuerst den Wert oder das Ergebnis, dann den Preis.
  • Vergleichs-Anker: Setz Deinen Preis neben etwas Teureres.
  • Selbst ankern: Nenne die erste Zahl, überlass sie nicht dem Kunden.

Ankereffekt auf Website und im Angebot

  • Preistabellen: teuerste Option links oder zuerst zeigen.
  • Angebote: mit dem Premium-Paket starten, dann Standard.
  • Verkaufstexte: die Kosten des Nicht-Handelns als Anker nutzen.
  • Rabatte: Ursprungspreis als Anker sichtbar machen (nur wenn echt).

Willst Du die Preiswahrnehmung Deiner Kunden gezielt steuern?

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Ankereffekt in der Verhandlung

Wer in der Verhandlung die erste Zahl nennt, setzt den Anker – und bestimmt den Rahmen. Ein selbstbewusster, begründeter erster Preis zieht das Ergebnis in Deine Richtung. Überlässt Du dem Einkäufer den ersten Anker, verhandelst Du ab seiner Zahl nach unten – genau wie bei in der Preisverhandlung bestehen.

Das berühmteste Experiment zum Ankereffekt

Die Psychologen Amos Tversky und Daniel Kahneman ließen 1974 Versuchspersonen ein Glücksrad drehen, das – manipuliert – bei 10 oder bei 65 stehen blieb. Danach sollten sie schätzen, wie viel Prozent der UN-Staaten in Afrika liegen. Das Ergebnis: Wer die 10 gesehen hatte, schätzte im Schnitt 25 Prozent. Wer die 65 gesehen hatte, schätzte 45 Prozent.

Genau das passiert in jeder Preisverhandlung: Die erste Zahl setzt den Rahmen. Deshalb gilt: Setz Du den Anker – oder jemand anderes tut es.

Häufige Fehler

  • Den Anker dem Kunden überlassen.
  • Zu niedrig ankern aus Angst.
  • Anker ohne Begründung setzen – wirkt willkürlich.
  • Falsche Streichpreise nutzen – zerstört Vertrauen und ist rechtlich riskant.
★★★★★4,7 von 5 Sternen aus über 550 Bewertungen – von Selbstständigen bis zu Fach- und Führungskräften aus Konzernen wie Allianz und Accenture.

Häufige Fragen zum Ankereffekt

Der erste Preis entscheidet. Setz ihn selbst.

Fragen geklärt? Dann lass uns aus Wissen Können machen. Im kostenfreien Online-Kurs lernst Du, wie Du Anker gezielt setzt.

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Über den Autor

Matthias Christian Bullmahn

Matthias Christian Bullmahn unterstützt Coaches, Berater, Agenturen, Selbstständige und KMUs dabei, sich als unverwechselbare Marke zu positionieren, ihre Preise selbstbewusst durchzusetzen und Premium-Wunschkunden zu gewinnen, die bleiben. Seine Überzeugung: Menschen kaufen von Menschen – nicht von Angeboten. Dafür verbindet er wissenschaftlich fundierte Verkaufspsychologie mit Storytelling und Verhandlungstechniken, die in der Praxis wirklich funktionieren.

Matthias Christian Bullmahn ist TÜV-zertifizierter Experte für Verkaufspsychologie, ausgebildet bei Matthias Niggehoff, einem der bekanntesten – auch aus dem Fernsehen bekannten – Verkaufspsychologen im deutschsprachigen Raum. Er ist zudem CEBN®-zertifizierter Verhandler, zertifiziert bei Andreas Winheller, und zertifizierter Storytelling-Coach.

Seine ersten Berührungspunkte mit professionellem Verhandeln sammelte er bei Scotwork (weltweit ältester Verhandlungsspezialist, seit 1975). Anschließend bildete er sich konsequent zum Verhandlungsexperten weiter bei Andreas Winheller (ausgebildet am Harvard Program on Negotiation, PON), dessen Ansatz konsequent wissenschaftlich fundiert ist.

In einem gemeinsamen Training von Andreas Winheller und dem ehemaligen FBI-Chefverhandler Gary Noesner wurde er persönlich im FBI-Crisis-Negotiation-Konzept geschult. Sein Wissen vertiefte er in einem Seminar bei Nicky Perfect (ehemalige stellvertretende Leiterin der Hostage & Crisis Negotiation Unit von New Scotland Yard) sowie auf Workshops und Vorträgen auf der Negoticon in Prag. In seiner Laufbahn hat er Verträge mit zweistelligen Millionenbudgets verhandelt.

Storytelling lernte er bei Bernhard Kalhammer und Grimme-Preisträger Uwe von Grafenstein (Programm „Geschichten, die verkaufen“) – nach dem Prinzip der Heldenreise, das auch Hollywood und Disney nutzen. Für die motivorientierte Kundenansprache nutzt er den wissenschaftlich fundierten Motivkompass© von Dirk Eilert; bei Eilert ist er zudem in Mimikresonanz® ausgebildet, dem präzisen Lesen von Mimik und Emotionen.

Über 10.000 trainierte Personen aus Konzernen, Behörden, dem Mittelstand und der Selbstständigkeit sowie seine Tätigkeit als Co-Autor des Springer-Gabler-Verlags unterstreichen seine langjährige Praxiserfahrung. In seinem Podcast „psychologie, die verkauft“ vermittelt er praxisnahes Wissen zu Verkaufspsychologie, Storytelling und Verhandlungsführung. Weitere Informationen unter www.matthiasbullmahn.de/presse.

Matthias Christian Bullmahn steht für Interviews, Expertenstatements und Hintergrundgespräche zu den Themen Verkaufspsychologie, Verhandlungsführung und Unternehmenskommunikation zur Verfügung.

Pressekontakt

Matthias Christian Bullmahnpresse@bullmahnconsulting.de+49 162 3786 024www.matthiasbullmahn.de/presse